Warum ich das quadratische Format wähle
2. Juli 2026

Warum ich das quadratische Format wähle

Warum liebe ich das quadratische Format?

Warum liebe ich das quadratische Format?

(Und ich weiß nicht einmal ganz genau, warum ...)

Ich bin mir nicht sicher, ob es eine bewusste oder eine intuitive Wahl ist, aber das Quadrat ist das Format, zu dem ich am häufigsten greife.

Vielleicht, weil es nichts aufzwingt. Es sagt nicht: „Ich bin eine Landschaft", „ich bin ein Porträt". Es ist auf allen Seiten gleich.

Es hat etwas Reines, Stabiles, Ehrliches an sich.

Aus kompositorischer Sicht – ist es die ehrlichste Form.

Es bevorzugt keine Achse. Es „zieht" den Blick nicht zur Seite oder nach oben.

Es gibt Freiheit – jede Linie, jede Farbe kann sich mit gleicher Kraft in alle Richtungen ausbreiten.

Das Quadrat in der Kunstgeschichte

In der modernen Kunst erhielt das Quadrat eine besondere Bedeutung.

Malewitschs Schwarzes Quadrat wurde zur Ikone – eine radikale Geste des Bruchs mit der Darstellung der Welt.

Bei Mondrian – war das Quadrat Struktur, System, Rhythmus.

Für viele Künstlerinnen und Künstler – ist es ein Feld für Experimente und Stille.

Eine Stille, in der man atmen kann, ohne Hintergrund, ohne Kontext, nur mit Farbe, Linie, Emotion.

Mich haben schon immer Volksmuster angezogen, Handwerkskunst, Ornamente, die etwas wiederholen, etwas anordnen.

In vielen Kulturen ist das Quadrat eine Form der Erde, des Fundaments, des Rhythmus.

In Stoffen, Fliesen, Stickereien – überall erscheint es als Modul. Wiederholend, rhythmisch, ein wenig hypnotisch.

Es gibt ein Gefühl der Verwurzelung und verbindet Kunst mit dem Alltag. Vielleicht fühle ich mich deshalb in diesem Format so wohl – weil es Intuition mit Tradition verbindet.

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